Mira Kreska
konnte ihren 80. Geburtstag begehen
(OV - 18.11.2006) Ihren
hohen Ehrentag [17.10.2006] begann Mira Kreska mit vielen
Glückwunsch-Telefonaten. Für 16 Uhr hatte die Jubilarin ihre Gäste in das Hotel
Nad Pisa in Johannisburg (Pisz) eingeladen. Unter den Gästen waren der
Bürgermeister der Stadt, Andrzey Szymborski, der Landrat des Kreises, Jacek
Zarzecki, der Kreispräsident des Patenkreises Schleswig / Flensburg, Johannes
Petersen, die alle eine kurze Glückwunschansprache hielten. Weiterhin eine
Gruppe von Johannitern und des Roten Kreuzes, eine Delegation der
Kreisgemeinschaft Johannisburg unter Leitung des Kreisvertreters Willi Reck
sowie Weggefährten aus den vielen Jahren ihres Lebens. Neben wunderschönen
Blumensträußen (die zum Teil am nächsten Tag in die Johannisburger Kirche oder
das Krankenhaus gebracht wurden) wurde die Jubilarin mit fröhlichen, ehrenden,
liebevollen Worten und Glückwünschen bedacht. So wurde ihr auf Beschluß des
Kreistages der Kreisgemeinschaft die Urkunde zur Ernennung zum Ehrenmitglied
überreicht. Ein versierter Akkordeonspieler förderte zudem mit seinen bekannten
Melodien die rechte Geburtstagsfeierstimmung. Er spielte für sie unter anderem
„Es dunkelt schon in der Heide“ und „Kein schöner Land in dieser Zeit“. So wurde
dieser Tag für Mira Kreska ein verdienter Glückstag in ihrem Leben. Sie sprach
alle mit herzlichen Worten an und nahm die ihr von Gratulanten und gütigem
Geschick vermittelte Freude mit Dankbarkeit an.

Große
Ehrung für Frau Mira Kreska
(2) Die Vorsitzende des
Deutschen Freundeskreises Rosch wurde am 14. Febr. 2003 mit dem polnischen
Verdienstkreuz in Silber geehrt und ausgezeichnet.
Frau Kreska hat bisher
schon viele Ehrungen erhalten. Über diesen Orden des Präsidenten der Republik
Polen, hat sie sich besonders gefreut. Hiermit werden ihre kulturellen und
sozialen Verdienste gewürdigt und bestätigt.
Hervorgehoben wird mit
dieser Auszeichnung auch das Ansehen des Deutschen Freundeskreises Rosch.
Die Kreisgemeinschaft
gratuliert ihr sehr herzlich zu dieser ehrenvollen und hohen Auszeichnung und
wünscht ihr weiterhin gute Gesundheit und noch viel Schaffenskraft in ihrem
bisherigen Wirkungskreis.
Foto: Mira Kreska
(Dortmund 2004).

Rund um die Uhr für die Heimat tätig
Mira Kreska - Johannisburg, 75 Jahre
(1) "Heimat
ist für Menschen etwas, das vor aller Vernunft liegt und nicht beschreibbar ist,
etwas, das mit dem Leben und Sein jedes Heranwachsenden so eng verbunden ist, daß
dort die Maßstäbe fürs Leben gesetzt werden. Für den Menschen im Osten, der geboren
wurde in jener großen einsamen Landschaft endloser Wälder, blauer Seen und weiter
Flußniederungen, gilt das besonders" (Marion Gräfin Dänhoff, 1970)
So sehen wir das Wirken einer
Frau, die in ihrer angestammten Heimat geblieben, dieser ihre ganze Kraft gewidmet
hat.
Mira Kreska, seit der polnischen
Wende Gründerin und Vorsitzende des Deutschen Freundeskreises Rosch im Kreis Johannisburg,
gilt als eine anerkannte Persönlichkeit nicht nur im Kreis Johannisburg.
Mira Kreska, geborene Boritzki
aus Ruhden, Kreis Johannisburg, kam am 17.10.1926 zur Welt. Ihre Eltern hatten dort
einen Bauernhof.
Wie vielen anderen Bewohnern
ihres Geburtsortes gelang Mira Kreska die Flucht vor den einrückenden sowjetischen Truppeneinheiten
nicht mehr. Das Schicksal nahm seinen Lauf. Der weitere Lebensweg wurde zur Qual.
Der polnischen Sprache nicht mächtig, mußte sie diese unter schwersten Drangsalen
erlernen und vieles entbehren, was zum Leben notwendig war. Sie hat diesen Schicksaisweg
in Ehren gemeistert und wurde für viele, die das gleiche Schicksal teilen mußten,
zum Vorbild.
Eine ungewöhnliche Frau, würde
man sagen, denn Mira Kreska verfügt über Gaben, die für die Leitung so vieler Menschen
unterschiedlichen Denkens und Handelns unabdingbar sind.
Seit 1991 stellt sie als Vorsitzende
des Deutschen Vereins ihre ganze Kraft in den Dienst ihrer Heimat und wirkt völkerverbindend.
Nie verzagte sie. Ihre Weggefährten schätzen ihre Arbeit. Über 400 eingetragene
Vereinsmitglieder machen den Freundeskreis zu einer Einrichtung, der auch von den
polnischen Behörden mit höchstem Respekt und mit großer Anerkennung begegnet wird.
Rund um die Uhr währt ihr
Einsatz, wenn es gilt, Menschen zu helfen, sie zu ermutigen und ihnen Wege aufzuzeigen,
die sie aus der immer wieder entstandenen Notlage herausführen.
Mut, Durchhaltevermögen und
Liebe zu einer Arbeit, die Segen bringt, gehören dazu. All das zeichnet diese vorbildliche
Frau aus und verleiht ihr ungeahnte Kräfte, viele Erschwernisse zu überwinden. Dabei
verletzt sie niemanden. Sie erkennt im anders denkenden Menschen eine immer wieder
sich erneuernde Kraft zum gemeinsamen Handeln für eine gute Sache.
Ihre Liebe zu ihrer Heimat
kennt keine Grenzen. Jede Last nimmt sie bis zur Erschöpfung in Kauf, wenn es darum
geht, der deutschen Minderheit in MASUREN zur Anerkennung zu verhelfen.
Kein Weg ist ihr zu viel,
wenn es gilt, die Not der Menschen zu lindern. Darüber hinaus findet sie die Zeit,
für die Besucher aus Deutschland die Stätten der Kindheit wiederzufinden.
Mira Kreska ist zum Sinnbild
eines rettenden Menschen geworden, der weit über die Grenzen des Kreises Johannisburg
hinaus segensreich wirkt. Allzu früh verlor sie ihren Ehegatten, der als Lehrer
in Johannisburg wirkte. Ihre einzige Tochter, die in der Bundesrepublik lebte, starb
ebenfalls früh. Schwester und 2 Enkelkinder leben heute noch dort.
Die Ehrung an ihrem 75. Geburtstag
wird nicht nur von dankbaren Landsleuten und Mitarbeitern erfolgen. Auch die polnischen
Amtsträger schätzen diese Persönlichkeit und werden ihren Dank mit einer besonderen
Geste anbringen.
Die Kreisgemeinschaft Johannisburg
in der Landsmannschaft Ostpreußen ehrte Frau Kreska mit der Verleihung des Ehrenzeichens
der Landsmannschaft Ostpreußen. Die Johanniter-Unfall-Hilfe würdigte ihre Arbeit
mit der Überreichung ihres Ehrenzeichens für die Gründung und vorbildliche Betreuung
der in Johannisburg errichteten Sozialstation, die mit der gleichzeitig in Sensburg
errichteten Station die ersten und beispielgebenden für
MASUREN und
OSTPREUSSEN
waren.
Die Kreisgemeinschaft Johannisburg
unterstützt ihre Arbeit, ebenso der Patenkreis Schleswig-Flensburg. Sie sehen in
dieser Persönlichkeit ein großes Vorbild für die in Ostpreußen verbliebenen Menschen,
auch für uns, die aus der Heimat vertriebenen. Wir sind Mira Kreska zu großem Dank
verpflichtet und wünschen ihr noch für viele Jahre eine stabile Gesundheit und auch
Freude an ihrem segensreichen Tun.
Für die Kreisgemeinschaft
Johannisburg
Gerhard Bosk
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