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Grußwort unseres Kreisvertreters Liebe Landsleute,
Das Jahr 2009 ist vielfältig und von herausragender Bedeutung gewesen. Zu aller erst ist jedoch an zwei in besonderer Weise hervorzuhebende traurige Anlässe zu erinnern. Am 13. April verstarb Gerhard Bosk, der „Engel der Masuren“. Sein Wirken und Handeln für die Kreisgemeinschaft Johannisburg und besonders für die in der Heimat gebliebenen Landsleute wird uns aus der Erinnerung heraus ständige Verpflichtung bleiben. Am 20. August folgte ihm seine Schwester, Christel Koslowski, geb. Bosk, die sich ebenfalls in jahrzehntelanger Hilfsbereitschaft für die Anliegen der Kreisgemeinschaft eingesetzt hat. Beiden werden wir ein ehrendes Andenken bewahren. Im Weiteren haben sich personelle Veränderungen ergeben. Aus Anlass der notwendig gewordenen Neuwahl des Kreistages am 6. September im Rahmen des Hauptkreistreffens in Dortmund wurden alle vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten als Kreistagsmitglieder einstimmig gewählt. Am darauf folgenden Tag, dem 7. September, wurde sodann aus dem neu gewählten Kreistag der Kreisausschuss (Vorstand) gewählt. Zu unserem Leidwesen mussten wir die doch recht kurzfristige Entscheidung unseres bisherigen Kreisvertreters Willi Reck zur Kenntnis nehmen, dass seine Wiederwahl aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist. Des Weiteren hatte der Kreistag eine neue Schriftführerin zu wählen, da Marlene Gesk aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand. Die Kreisausschuss- (Vorstands-)wahl hatte letztendlich zum Ergebnis, dass ich zum neuen Vorsitzenden gewählt, Werner Schuka zum stellvertretenden Vorsitzenden, Ingelor Friedrich zur Schriftführerin und Detlef Liedtke zum Beisitzer gewählt wurden. Sieglinde Falkenstein als stellvertretende Vorsitzende, Günter Woyzechowski als Kassenverwalter und Ulf Wöbcke als Beisitzer wurden in ihren Ämtern bestätigt, so dass der neue Vorstand vollständig seine Arbeit aufnehmen konnte. Der Kreistag zollte großes Lob und besondere Anerkennung dem bisherigen Vorstand unter der Leitung des Kreisvorsitzenden Willi Reck für die geleistete Arbeit und dem damit verbundenen persönlichen Einsatz. Erfreulicherweise stehen W. Reck und M. Gesk dem Kreistag weiter zur Verfügung. Es gilt nun, den bislang gültigen Prioritäten der Heimat bezogenen Arbeit weiterhin Folge zu leisten, die satzungsgemäß ihren Niederschlag gefunden haben. Die Kreisgemeinschaft Johannisburg ist ein ideeller Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Förderung der Völkerverständigung und Heimatpflege zu verwirklichen. Das bedeutet im Wesentlichen, Pflege des Zusammenhalts aller Kreisangehörigen, Betreuung der in der Heimat Verbliebenen, Sammlung und Erhaltung ostpreußischen Kulturgutes sowie die Aufzeichnung der Geschichte des Kreises Johannisburg. Die Aufgabenerfüllung erfolgt sowohl in Verbindung mit dem Patenkreis Schleswig - Flensburg als auch mit dem Deutschen Freundeskreis „Rosch“ im heutigen Johannisburg. Die Zugehörigkeit zu unserer Gemeinschaft zeichnet sich entgegen sonst üblicher Praxis nicht durch finanzielle Beitragsentgelte aus, sondern wird nur durch Spenden getragen, einer Herzensangelegenheit, wie ich meine. Dafür gebührt allen denjenigen, die in den langen Jahren des Bestehens der Kreisgemeinschaft ihre Spendenfreudigkeit bewiesen haben, ein aufrichtiger Dank. Auf die Zukunft bezogen, ist jedoch festzuhalten, dass allein schon die immer geringer werdende Anzahl an Mitgliedern eine Verringerung des Spendenaufkommens bedingt. Solange es geht, werden wir den uns allseits verbindenden Heimatbrief mit unserem bewährten Redaktionsteam auf den Weg bringen. Denn, zum einen die selbstverständlich ehrenamtliche Arbeit der Kreis- und in Sonderheit der Vorstandsmitglieder und zum anderen die außerordentlich strengen und gewissenhaften Kontrollen durch das zuständige Finanzamt in Flensburg gewährleisten den optimalen Einsatz der zur Verfügung stehenden Spendengelder. Weiterhin den Blick in die Zukunft gerichtet, darf in Bezug auf unsere arbeitsintensive Tätigkeit folgendes berichtet werden: Zur Wahrung der Kontinuität eines vertrauensvollen Miteinanders mit den Vertretern des Patenkreises in Schleswig, Kreispräsident Eckhard Schröder und Landrat Bogislav-Tessen von Gerlach, wurde diesen nach der durchgeführten Wahl sogleich ein Antrittsbesuch abgestattet und eine Vorstandssitzung durchgeführt. Mit Dankbarkeit konnte ein wertvoller Vorschlag des gastgebenden Patenkreises aufgenommen werden, den Umstand der notwendig gewordenen Schließung der Heimatstube in Flensburg zu nutzen und den heimatlichen Exponaten im Rahmen themenbezogener Veranstaltungen zur weiteren Geltung zu verhelfen. Dieser Gedankengang wird mit besonderer Sorgfalt verfolgt und aufgearbeitet, um die Geschichte Masurens weiterhin in ihrer Bedeutsamkeit darzustellen. Ohnehin wird es zukünftig eine besonders zu leistende Aufgabe sein, die an verschiedene Orte verbrachten heimatlichen Exponate zu digitalisieren und damit nachweislich zusammenzuführen, so dass sich ein gesamtes gegenständliches Bild ergibt, damit im Bedarfsfalle von Ausstellungen, Veranstaltungen etc. entsprechendes Kulturgut zur Verfügung gestellt werden kann. Eine weitere fordernde Aufgabe ist die nach wie vor unbedingt erforderliche Betreuung der in der Heimat Verbliebenen in Verbindung mit dem Deutschen Freundeskreis „Rosch“. Dazu gehört unter anderem auch, dass die Kreisgemeinschaft Johannisburg, wie es sich zur Zeit bereits abzeichnet, die notwendigen Renovierungsarbeiten an der nunmehr einzigen evangelischen Kirche im Kreis Johannisburg in Weißuhnen finanziell unterstützen wird. Ich bitte Sie, liebe Landsleute, im Namen sowohl des Kreistages, als auch des Kreisausschusses (Vorstandes) um Ihre Unterstützung und Ihren Zuspruch für unser heimatliches Tun. Für das Jahr 2010 wünsche ich Ihnen allen alles erdenklich Gute, insbesondere Gesundheit und soweit die persönlichen Umstände es zulassen, ein freudiges Wiedersehen bei vorgesehenen Treffen des Bundes der Vertriebenen, der Landsmannschaft Ostpreußen, der Kreisgemeinschaft Johannisburg oder einem der Kirchspielorte. In heimatlicher Verbundenheit
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