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Rückblick

Johannisburger Kreistreffen am 1. Mai 2004 in Düsseldorf

Schon seit 1952 trifft sich die Kreisgemeinschaft Johannisburg am 1. Mai in Düsseldorf zu ihrem Heimattreffen. Aus nah und fern kamen die Landsleute angereist, um mit ihren ehemaligen Nachbarn, Schul- und Jugendfreunden über die schöne Zeit von einst daheim zu erzählen und Erinnerungen auszutauschen. So konnte auch in diesem Jahr Landsmann Kurt Zwikla bei herrlichem Frühlingswetter in der schönen Landeshauptstadt Düsseldorf die vielen Landsleute begrüßen und willkommen heißen. Insbesondere wurde der neue Kreisvorsitzende Willi Reck aus Peine von seinen Landsleuten mit viel Beifall begrüßt. Die Feierstunde begann mit der Totenehrung, wobei besonders des langjährigen Kreisvorsitzenden Gerhard Wippich gedacht wurde. Von Traute Willutzki wurde ein Gedicht über Masuren vorgetragen. Das Ehepaar Bausch stimmte Frühlingslieder zum Mitsingen an. Magdalena Bausch trug ein Gedicht vom Frühling vor. Kurt Zwikla betonte in seiner Ansprache, wir sind froh, daß wir einen jungen dynamischen Lorbaß, der in Kreuzofen geboren ist, zu unserem neuen Kreisvorsitzenden erkoren haben. Natürlich werden wir unseren langjährigen Vorsitzenden Gerhard Wippich, der sich sehr viel für unsere Johannisburger Heimat eingesetzt hat, nicht vergessen. Anschließend sprach der neue Kreisvertreter Willi Reck zu seinen Landsleuten. Begrüßt wurden von Zwikla auch die Gehlenburger und Drigelsdorfer Landsleute, die immer hier in Düsseldorf stark vertreten sind. Weiter sprach Zwikla von dem besonders schönen Frühling in Ostpreußen, vor allem unser Masuren war ein unvergeßliches Naturparadies. Man konnte jeden Tag etwas Neues entdecken. Ende März kamen die Störche, da sangen wir Kinder: „Storch, Storch, Bester, bring mir eine Schwester" oder „Storch, Storch, Guter, bring mir einen Bruder". Meist brachten sie auch für jede Familie eine Marjell oder einen Lorbaß, daher auch der reiche Kindersegen. Und wenn dann pünktlich zum 1. Mai der Kuckuck im Wald zu hören war, wußten wir, jetzt ist der Frühling da. Wir nahmen unser Portemonnaie und schwenkten es, das brachte Glück, und wir hatten das ganze Jahr über ein paar Dittchen.

Nun aber ein paar Worte über uns, unsere Vorfahren, und auch wir sind immer sehr heimatverbunden, lieben unsere Heimat über alles, und ich hoffe, daß es auch weiter so bleibt, denn wir sind die letzte Erlebnisgeneration und haben die heilige Pflicht, dafür zu sorgen, daß das kulturelle Erbe, die Sitten und Bräuche erhalten bleiben und an unsere Kinder und Enkel weitergegeben werden. Nach dem Mittagessen (es gab reichlich Königsberger Klopse) saßen die Landsleute noch lange in gemütlicher Runde zusammen und tauschten mit Begeisterung ihre Erinnerungen von einst daheim aus. Am späten Nachmittag machten sich die Landsleute auf den Heimweg und versprachen, im nächsten Jahr wiederzukommen.

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Quelle:
Preußische Allgemeine Zeitung, Das Ostpreußenblatt, Folge 25 19.6.2004, Seite 15

 

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Stand: 08. Januar 2011