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Herzlichen Glückwunsch zum 90. Geburtstag (16.06.2007 - OB) Christel Koslowski, geb. Bosk, wurde am 12. Juni 1917 in Groß Stürlack (Kreis Lötzen) in Ostpreußen geboren. Nachdem ihr Vater als Lehrer in den Kreis Neidenburg versetzt worden war, besuchte sie zunächst die Volksschule, später für zwei Jahre ein Lyzeum in Königsberg, anschließend die höhere Mädchenschule in Neidenburg. Nach der Versetzung des Vaters in den Kreis Johannisburg besuchte sie ein Jahr die Hauswirtschaftsschule, war zwei Jahre Haustochter auf einem Restgut bei Königsberg im Samland und nahm an der Ausbildung zur Land- und Hauswirtschaftslehrerin in Osterode teil. 1937 erhielt sie eine Anstellung als Berufsschullehrerin in Drigelsdorf (Kreis Johannisburg). Am 21. Januar 1945 ging sie mit dem Bauerntreck auf die Flucht. Nach einem abenteuerlichem Weg landete sie von Pillau aus über das Frische Haff und die Ostsee in Dänemark. Sie war dort zwei Jahre interniert und arbeitete dort als Hilfsschwester in mehreren Flüchtlingskrankenhäusern. Frühzeitig kehrte sie als Begleitperson elternloser Kinder nach Deutschland über die französische Zone zurück. In der russischen Zone – dort lebten ihre Eltern in Wippra (Südharz) – fand sie dann ihre neue Bleibe. Nach kurzer Wartezeit war sie noch zwei Jahre in ihrem alten Beruf tätig. 1949 heiratete sie Alfred Koslowski. Er stammte auch aus Ostpreußen, war Witwer und hatte eine Tochter. Sie zog dann nach Berlin. Aus dieser Ehe gingen zwei Töchter hervor. 1953 wurde sie bereits Mitglied der Berliner Gruppe der Johannisburger. In dieser Zeit verwaltete sie 13 Jahre lang die Kasse der Berliner Gemeinschaft. Nach dem frühen Tod von Kreisbetreuer Heinrich Wischnewski wurde sie unter dem Vorsitz von August Breig stellvertretende Vorsitzende und ab 1995 Erste Vorsitzende. Auf ihren Schultern lasteten seither viele Aufgaben in der Organisation und Menschenführung, wobei ihr Edeltraud Ziglowski hilfreich als Kassenverwalterin immer zur Seite stand. Der erste Besuch in der Heimat erfolgte 1986, danach folgten sieben weitere Reisen nach Ostpreußen in den Kreis Johannisburg. Sie verbanden mit Johannisburg mehrere Freundschaften, insbesondere mit Mira Kreska, der ehemaligen Vorsitzenden und heute Ehrenvorsitzenden des Deutschen Kulturvereins „Rosch“. Sie setzte sich von Berlin aus dafür ein, daß viele Hilfslieferungen und Unterstützungen jeglicher Art an ihre heimatverbliebenen Landsleute überbracht werden konnten. Sowohl die Berliner Gruppe als auch die Kreisgemeinschaft Johannisburg haben Christel Koslowski in den langen Jahren der Zusammenarbeit als mutige, kämpferische und angenehme Gesprächspartnerin kennengelernt und ihr dafür viel zu verdanken. Sie gehört seit über 20 Jahren dem erweiterten Vorstand der Kreisvertretung der Kreisgemeinschaft Johannisburg an. Durch ihre persönliche Zuwendung und Pflege von kranken Landsleuten hat sie der Berliner Gruppe und insbesondere der Kreisgemeinschaft finanzielle Erbanteile zukommen lassen. Dadurch konnte 2004 die gesamte Berliner Gruppe eine mehrtägige Busreise in den Heimatkreis durchführen. Für ihren jahrelangen selbstlosen Einsatz wurde sie mit der Silbernen Ehrennadel der Landsmannschaft Ostpreußen und der Ehrenspange der Kreisgemeinschaft Johannisburg ausgezeichnet und geehrt. 90 Jahre hat sie mit Höhen und Tiefen, mit viel Hilfsbereitschaft, Zuversicht und Wagemut gelebt. Wir, die Mitglieder des Vorstandes und des Kreistages, wünschen ihr, daß viel von der Liebe zu Menschen und Heimat, die sie jahrelang verbreitete, zu ihr zurückkommt. Recht viel Gesundheit, Freude und wenig Beschwerden im Alter mögen sie in den weiteren Lebensjahren begleiten. Herzlichen Glückwunsch, liebe Christel, von der Kreisgemeinschaft Johannisburg.
Christel Koslowski zum 85. Geburtstag
Frühe Verbindung zur Kreisgemeinschaft Sie fand sehr früh Verbindung zu der sich in Berlin bildenden Gruppe der Johannisburger Landsleute. Diese Gruppe zeichnete sich besonders dadurch aus, dass sich in ihr neben den vertriebenen Landsleuten auch die vor dem Krieg in diese Stadt verzogenen Johannisburger zusammenfanden. Die hier geübte Sozialbetreuung erstreckte sich nach eingetretener Durchlässigkeit der Grenze zu Ostpreußen auf die Betreuung der in der Heimat verbliebenen Landsleute. Dorthin fand ein großer Strom von Geld- und Sachspenden seinen regelmäßigen Weg. Organisierte Besuchsfahrten dienten gezielt der Aufbesserung der Haushaltskasse der deutschen Quartiersfamilien. An dieser wirksamen Hilfe hatte Christel Koslowski wesentlichen Anteil. Dies gilt besonders auch für die regelmäßigen Veranstaltungen der Berliner Gruppe. Der Zusammenhalt der Gruppe war beispielhaft. Formell wurde Frau Koslowski im Jahre 1995 zur Betreuerin der Berliner Gruppe gewählt, in welcher sie bereits viele Jahre vorher verantwortliche Leitungsarbeit geleistet hatte. Die Landsmannschaft hat sie dafür durch Verleihung ihres Ehrenzeichens geehrt. Die Kreisgemeinschaft wünscht der Jubilarin weiterhin eine gute Gesundheit und etwas mehr Zeit für die Arbeit in ihrem Garten. Wir hoffen auf ihre weitere Anwesenheit bei den kommenden Kreistreffen und den Sitzungen des Kreistages.
Silbernes Ehrenzeichen für Christel Koslowski (1) Christel Koslowski, geb. Bosk, wurde am 12. Juni 1917 in Groß-Stürlack (Kreis Lötzen) in Ostpreußen geboren. Sie folgte beruflich ihrem Vater nach und wurde Lehrerin in Drigelsdorf. Sie heiratete Alfred Koslowski, der verstorben ist. Die Vertreibung aus der Heimat führte sie nach Berlin. Als Witwe hatte sie für zwei Töchter zu sorgen und teilte damit das Schicksal vieler vertriebener Frauen. An ihrem neuen Lebensmittelpunkt in Berlin wurde sie bereits 1953 Mitglied der Berliner Gruppe der Johannisburger. In dieser Zeit verwaltete sie 13 Jahre lang die Kasse der Gemeinschaft. Nach dem früheren Tod von Heinrich Wischnewski lastete der größte Teil der organisatorischen Arbeit auf ihren Schultern, bis sie 1990 stellvertretende Vorsitzende wurde. Nach dem Ausscheiden des Vorsitzenden August Breig wählte die Berliner Gruppe sie in diesem Jahr zu ihrer neuen Vorsitzenden. Ihre Arbeit fand nun auch in der organisatorischen Form die ihr gebührende Anerkennung. Die Berliner Gruppe verdankt Christel Koslowski in langen Jahren den Zusammenhalt und die Anstöße der gemeinsamen Arbeit. Die Kreisgemeinschaft Johannisburg schuldet dieser Arbeit Anerkennung. Sie dankt ihr dies durch die Verleihung des Silbernen Ehrenzeichens der Landsmannschaft Ostpreußen.
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