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Christel Koslowski am 20.08.2009 verstorben

Christel Koslowski, Ehrenmitglied der Kreisgemeinschaft Johannisburg, Vorsitzende der Kreisgruppe Johannisburg in Berlin, am 20. August 2009 verstorben – Christel Koslowski, geb. Bosk wurde am 12. Juni 1917 in Groß Stürlack (Kreis Lötzen) in Ostpreußen geboren. Sie besuchte die Volksschule, später ein Lyzeum in Königsberg und anschließend die höhere Mädchenschule in Neidenburg. In Johannisburg besuchte sie die Hauswirtschaftsschule, war zwei Jahre Haustochter auf einem Restgut bei Königsberg im Samland und nahm an der Ausbildung zur Land- und Hauswirtschaftslehrerin in Osterode teil. 1937 erhielt sie eine Anstellung als Berufsschullehrerin in Drigelsdorf (Kreis Johannisburg). Am 21 Januar 1945 ging sie mit dem Bauerntreck auf die Flucht. Von Pillau aus führte der Weg über das Frische Haff und die Ostsee nach Dänemark. Dort war sie zwei Jahre lang interniert und arbeitete dort als Hilfsschwester in mehreren Flüchtlingskrankenhäusern. Als Begleitperson elternloser Kinder kehrte sie frühzeitig nach Deutschland über die französische Zone zurück. In der russischen Zone – dort lebten ihre Eltern in Wippra (Südharz) – fand sie dann ihre neue Bleibe. Nach kurzer Wartezeit war sie zwei Jahre in ihrem früheren Lehrberuf tätig. 1949 heiratete sie den Ostpreußen Alfred Koslowski. Berlin wurde nun zum neuen Wohnsitz. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor.

Frühe Bindung zur Kreisgemeinschaft Johannisburg – 1953 wurde sie bereits Mitglied der Berliner Gruppe der Johannisburger. Sie verwaltete 13 Jahre lang die Kasse der Berliner Gemeinschaft. Nach der weiteren Tätigkeit als stellvertretende Vorsitzende wurde sie 1995 zur Vorsitzenden gewählt und hat das Ehrenamt bis zu ihrem Tode vorbildlich gestaltet und die Gruppe der Johannisburger in Berlin zusammengehalten. 1986 erfolgte der erste Besuch in der Heimat und es folgten sieben weitere Reisen in den Kreis Johannisburg. Sie verband mit Johannisburg mehrere Freundschaften, insbesondere mit Mira Kreska, der heutigen Ehrenvorsitzenden des Deutschen Kulturvereins „Rosch“. Sie setzte sich von Berlin aus dafür ein, dass viele Hilfslieferungen und Unterstützungen jeglicher Art an ihre heimatverbliebenen Landsleute überbracht werden konnten. Sowohl die Berliner Gruppe als auch die Kreisgemeinschaft Johannisburg haben Christel Koslowski in den langen Jahren der Zusammenarbeit als mutige, kämpferische und angenehme Gesprächspartnerin kennengelernt und ihr dafür viel zu verdanken. Sie gehörte seit über 20 Jahren dem erweiterten Vorstand der Kreisvertretung der Kreisgemeinschaft Johannisburg an. Durch ihre persönliche Zuwendung und Pflege von kranken Landsleuten hat sie der Berliner Gruppe und insbesondere der Kreisgemeinschaft finanzielle Erbanteile zukommen lassen. Dadurch konnte 2004 die gesamte Berliner Gruppe eine mehrtägige Busreise in den Heimatkreis durchführen. Für ihren jahrelangen selbstlosen Einsatz wurde sie mit der Silbernen Ehrennadel der Landsmannschaft Ostpreußen und der Ehrenspange der Kreisgemeinschaft Johannisburg ausgezeichnet und geehrt.

Ihr ganzes Leben war gekennzeichnet von viel Hilfsbereitschaft, Zuversicht und Wagemut.

Am 20. August verstarb unsere Christel Koslowski in Berlin. Die Trauerfeier mit Urnenbeisetzung findet am 18. September 2009, 13 Uhr, auf dem Friedhof Wilmersdorf, Berliner Straße 81 in Berlin statt. In stiller Trauer gedenken wir, die Kreisgemeinschaft Johannisburg, ihrer. Das ehrende Gedenken ist uns Vermächtnis.

 

Würdigung / Ehrung

Herzlichen Glückwunsch zum 90. Geburtstag

(16.06.2007 - OB) Christel Koslowski, geb. Bosk, wurde am 12. Juni 1917 in Groß Stürlack (Kreis Lötzen) in Ostpreußen geboren. Nachdem ihr Vater als Lehrer in den Kreis Neidenburg versetzt worden war, besuchte sie zunächst die Volksschule, später für zwei Jahre ein Lyzeum in Königsberg, anschließend die höhere Mädchenschule in Neidenburg.

Nach der Versetzung des Vaters in den Kreis Johannisburg besuchte sie ein Jahr die Hauswirtschaftsschule, war zwei Jahre Haustochter auf einem Restgut bei Königsberg im Samland und nahm an der Ausbildung zur Land- und Hauswirtschaftslehrerin in Osterode teil. 1937 erhielt sie eine Anstellung als Berufsschullehrerin in Drigelsdorf (Kreis Johannisburg).

Am 21. Januar 1945 ging sie mit dem Bauerntreck auf die Flucht. Nach einem abenteuerlichem Weg landete sie von Pillau aus über das Frische Haff und die Ostsee in Dänemark. Sie war dort zwei Jahre interniert und arbeitete dort als Hilfsschwester in mehreren Flüchtlingskrankenhäusern. Frühzeitig kehrte sie als Begleitperson elternloser Kinder nach Deutschland über die französische Zone zurück. In der russischen Zone – dort lebten ihre Eltern in Wippra (Südharz) – fand sie dann ihre neue Bleibe. Nach kurzer Wartezeit war sie noch zwei Jahre in ihrem alten Beruf tätig.

1949 heiratete sie Alfred Koslowski. Er stammte auch aus Ostpreußen, war Witwer und hatte eine Tochter. Sie zog dann nach Berlin. Aus dieser Ehe gingen zwei Töchter hervor. 1953 wurde sie bereits Mitglied der Berliner Gruppe der Johannisburger. In dieser Zeit verwaltete sie 13 Jahre lang die Kasse der Berliner Gemeinschaft. Nach dem frühen Tod von Kreisbetreuer Heinrich Wischnewski wurde sie unter dem Vorsitz von August Breig stellvertretende Vorsitzende und ab 1995 Erste Vorsitzende. Auf ihren Schultern lasteten seither viele Aufgaben in der Organisation und Menschenführung, wobei ihr Edeltraud Ziglowski hilfreich als Kassenverwalterin immer zur Seite stand.

Der erste Besuch in der Heimat erfolgte 1986, danach folgten sieben weitere Reisen nach Ostpreußen in den Kreis Johannisburg. Sie verbanden mit Johannisburg mehrere Freundschaften, insbesondere mit Mira Kreska, der ehemaligen Vorsitzenden und heute Ehrenvorsitzenden des Deutschen Kulturvereins „Rosch“. Sie setzte sich von Berlin aus dafür ein, daß viele Hilfslieferungen und Unterstützungen jeglicher Art an ihre heimatverbliebenen Landsleute überbracht werden konnten.

Sowohl die Berliner Gruppe als auch die Kreisgemeinschaft Johannisburg haben Christel Koslowski in den langen Jahren der Zusammenarbeit als mutige, kämpferische und angenehme Gesprächspartnerin kennengelernt und ihr dafür viel zu verdanken. Sie gehört seit über 20 Jahren dem erweiterten Vorstand der Kreisvertretung der Kreisgemeinschaft Johannisburg an. Durch ihre persönliche Zuwendung und Pflege von kranken Landsleuten hat sie der Berliner Gruppe und insbesondere der Kreisgemeinschaft finanzielle Erbanteile zukommen lassen. Dadurch konnte 2004 die gesamte Berliner Gruppe eine mehrtägige Busreise in den Heimatkreis durchführen.

Für ihren jahrelangen selbstlosen Einsatz wurde sie mit der Silbernen Ehrennadel der Landsmannschaft Ostpreußen und der Ehrenspange der Kreisgemeinschaft Johannisburg ausgezeichnet und geehrt. 90 Jahre hat sie mit Höhen und Tiefen, mit viel Hilfsbereitschaft, Zuversicht und Wagemut gelebt. Wir, die Mitglieder des Vorstandes und des Kreistages, wünschen ihr, daß viel von der Liebe zu Menschen und Heimat, die sie jahrelang verbreitete, zu ihr zurückkommt.

Recht viel Gesundheit, Freude und wenig Beschwerden im Alter mögen sie in den weiteren Lebensjahren begleiten. Herzlichen Glückwunsch, liebe Christel, von der Kreisgemeinschaft Johannisburg. 

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Quelle:
Johannisburger Heimatbrief 2008

Christel Koslowski zum 85. Geburtstag

Christel Koslowski, geb. Bosk(2) Christel Koslowski, geb. Bosk, Heimatkreisbetreuerin der Johannisburger in Berlin, wird 85 Jahre alt. Ein so hoher Geburtstag, wie ihn Christel Koslowski am 12. Juni 2002 erleben und feiern darf, gibt uns Anlass, der nunmehr 85-jährigen Johannisburgerin nicht nur zu gratulieren, sondern herzlichst zu danken. In einer Zeit des Gewinnstrebens und der Anhäufung gegenseitiger Lobpreisungen ist es wohltuend, noch von Menschen begleitet zu werden, die selbstlos dem Mitmenschen zu dienen sich verpflichtet fühlen. Frau Koslowski wurde in Gr. Stürlack im Kreise Lötzen als älteste Tochter des Lehrers Friedrich Bosk und seiner Ehefrau Hedwig, geb. Grzybowski, geboren. Die Versetzung ihres Vaters nach Saffronken brachte die Familie in den Kreis Neidenburg. Nach dem Besuch der Höheren Mädchenschule in der Kreisstadt erhielt sie die Ausbildung als land- und hauswirtschaftliche Lehrerin. Sie wurde 1937 in Drigelsdorf im Kreise Johannisburg als Lehrerin angestellt. So wuchs ihre besondere Beziehung zu diesem Kreis, in welchen ihr Vater zwischenzeitlich versetzt worden war. Die Flucht über das Haff brachte sie für zwei Jahre in ein Internierungslager nach Dänemark. Die Jubilarin hat zwei Töchter. An ihrem neuen Wohnort Berlin war sie im Sozialwerk tätig.

Frühe Verbindung zur Kreisgemeinschaft

Sie fand sehr früh Verbindung zu der sich in Berlin bildenden Gruppe der Johannisburger Landsleute. Diese Gruppe zeichnete sich besonders dadurch aus, dass sich in ihr neben den vertriebenen Landsleuten auch die vor dem Krieg in diese Stadt verzogenen Johannisburger zusammenfanden. Die hier geübte Sozialbetreuung erstreckte sich nach eingetretener Durchlässigkeit der Grenze zu Ostpreußen auf die Betreuung der in der Heimat verbliebenen Landsleute. Dorthin fand ein großer Strom von Geld- und Sachspenden seinen regelmäßigen Weg. Organisierte Besuchsfahrten dienten gezielt der Aufbesserung der Haushaltskasse der deutschen Quartiersfamilien. An dieser wirksamen Hilfe hatte Christel Koslowski wesentlichen Anteil. Dies gilt besonders auch für die regelmäßigen Veranstaltungen der Berliner Gruppe. Der Zusammenhalt der Gruppe war beispielhaft. Formell wurde Frau Koslowski im Jahre 1995 zur Betreuerin der Berliner Gruppe gewählt, in welcher sie bereits viele Jahre vorher verantwortliche Leitungsarbeit geleistet hatte. Die Landsmannschaft hat sie dafür durch Verleihung ihres Ehrenzeichens geehrt.

Die Kreisgemeinschaft wünscht der Jubilarin weiterhin eine gute Gesundheit und etwas mehr Zeit für die Arbeit in ihrem Garten. Wir hoffen auf ihre weitere Anwesenheit bei den kommenden Kreistreffen und den Sitzungen des Kreistages.

Silbernes Ehrenzeichen für Christel Koslowski

(1) Christel Koslowski, geb. Bosk, wurde am 12. Juni 1917 in Groß-Stürlack (Kreis Lötzen) in Ostpreußen geboren.

Sie folgte beruflich ihrem Vater nach und wurde Lehrerin in Drigelsdorf. Sie heiratete Alfred Koslowski, der verstorben ist. Die Vertreibung aus der Heimat führte sie nach Berlin. Als Witwe hatte sie für zwei Töchter zu sorgen und teilte damit das Schicksal vieler vertriebener Frauen.

An ihrem neuen Lebensmittelpunkt in Berlin wurde sie bereits 1953 Mitglied der Berliner Gruppe der Johannisburger. In dieser Zeit verwaltete sie 13 Jahre lang die Kasse der Gemeinschaft. Nach dem früheren Tod von Heinrich Wischnewski lastete der größte Teil der organisatorischen Arbeit auf ihren Schultern, bis sie 1990 stellvertretende Vorsitzende wurde.

Nach dem Ausscheiden des Vorsitzenden August Breig wählte die Berliner Gruppe sie in diesem Jahr zu ihrer neuen Vorsitzenden. Ihre Arbeit fand nun auch in der organisatorischen Form die ihr gebührende Anerkennung.

Die Berliner Gruppe verdankt Christel Koslowski in langen Jahren den Zusammenhalt und die Anstöße der gemeinsamen Arbeit.

Die Kreisgemeinschaft Johannisburg schuldet dieser Arbeit Anerkennung. Sie dankt ihr dies durch die Verleihung des Silbernen Ehrenzeichens der Landsmannschaft Ostpreußen.

Quellen:
Foto: Johannisburger Heimatbrief 1996, Seite 21;
Text 2: Johannisburger Heimatbrief 2003, Seite 61-62;
Text 1: Johannisburger Heimatbrief 1996, Beiheft, Seite 1

 

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Stand: 08. Januar 2011