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Informationen zu den Orten im Kirchspiel Drigelsdorf 1939

Drygallen (Driegelsdorf) vor 1945

Drigelsdorf vor 1945
Kaufhaus und Restaurant von F. Warlies - Oberförsterei - Domäne - Kirche

Das Gotteshaus und die letzten Geistlichen der Kirchengemeinde

Foto 2: Der Altar der Kirche Drygallen (Drigelsdorf)

Es ist unbekannt, ob die 1656 von den Polen und Tataren abgebrannte Kirche das älteste Gotteshaus war. Im Jahre 1660 wurde eine neue Kirche erbaut, die 1729 so baufällig war, daß sie im nächsten Jahre abgebrochen werden mußte. In den Jahren 1732 und 1733 errichtete die Gemeinde ein neues Gotteshaus, das am 29. September 1734 eingeweiht worden ist. Es ist ein einfach gegliederter verputzter Saalbau, der unter dem Einfluß des Baumeisters Joachim Ludwig Schultheiß von Unfriedt entstanden ist. Der stattliche Westturm trägt eine Haube mit einer Wetterfahne von 1732. In der Mitte der beiden Langseiten sind zwei Vorhallen, im Osten die Sakristei angebaut.

Der aus verschiedenen Teilen aus dem 17. und 18. Jahrhundert zusammengesetzte Kanzelaltar ist von geringem Kunstwert.

Eine messingne Taufschüssel mit dem Sündenfall gehört dem 17. Jahrhundert an; die gut gearbeiteten Stand- und Kronleuchter aus Messing sind in der Mitte des 17. Jahrhunderts hergestellt worden.

Evangelische Geistliche in Drigelsdorf lassen sich seit 1538 nachweisen; am 28. Februar 1538 verschrieb Herzog Albrecht dem Pfarrer Stanislaus Gorzikolla in Drygallen fünf Hufen Wald, die Gorzikolla gekauft hatte (aus den 5 Hufen entstand später das Dorf Klein Rosen). Seit 156... war eine 2. Pfarrstelle vorhanden, sie ging 1814 ein. Die letzten Geistlichen waren: Otto Carl Juhus Meißner 1885-1909, Heinrich Conrad Skowronski 1909-1913, Alfred Petersdorff 1913-1933, Dr. Bruno Braczko 1933-1945.

Kirchenbücher waren seit 1730 vorhanden.

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Quellen:
Foto 1: Archivmaterial;
Text und Foto 2:
E. J. Guttzeit, Der Kreis Johannisburg,
Holzner Verlag Würzburg, 1964, Seite 246-247

 
 
 
 
 

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Stand: 08. Januar 2011