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Die Symker Handfeste von 1495
- Originaltext
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Symony von Gutten Hantfeste
Wir Bruder Jerominuy von Gebesattel Obrister Thrapier und Compthur zur Balga
des Ordens der Brüder des Hospitals Santa maria des teutschen Hausses von Jerusalem,
Thun Kundt unnd bekennen allenn unnd Itzlichenn die diesenn unserenn offenenn brieff
sehen horrenn unnd Lesenn, das vor uns ist erschienenn unsers ordens lieb Unnd getreuer
Symonn Moelknecht von Johannispurgk thuen underrichtenn, wy das er etzliche Gütter
von Jursurf gekoffet ober welche gütter uns zwen Hantfestenn vorbracht, fleyssigklich
angelangk, unnd gebettenn ym dieselbigenn Gütter in eynen Brieff wolden verschreibenn
ausgenommen das getreyde welches er den von den güttern pflichtik war zu gebenn
mochte frey Zins Uns widerumb unnd eynenn pfleger zu Johannispurgk vor sollich getreide,
vier Fischer welche ym unnd seynenn Erben von unserenn ordenn uff den Sehenn unnd
Flischernn zu Johannispurgk warenn verschrieben Wolde aber gebenn unnd einrhaumen,
angezohenn sein fleissige bett unnd getreue dinste dy er unserenn ordenn hatt gebenn
unnd yn zukommenden Zeytenn verpflichtett seyen zu thuenn, vorlegenn vorschreibenn
unnd gebenn vorlegenn vorschreybenn unnd gegebenn habenn Mitt rath wissenn unnd
willenn des gar erwirdigenn Mannes unnd Herrn, Herrn Johan von Thiffenn unseres
Hoemeisters, Unnd mit wissenn unnd willenn des Ersamenn Herrn Georgenn von Kolbitz
Pfleger zu Johanspurgk Unnd auch der eldisten Brüder zur Balga, den gemelten Simon
moelknecht seinen erbenn unnd nachkomlingen, nach laut unnd insweysung seiner verschreibung
Zwanzigk huben zu Gutten gelegen, unnd 15 hubenn gelegen zu Kludenn unnd die alle
gelegen sein binnen solchenn grenitzen anzuheben zu Scheffenstock, dy ander bis
zu Rakowen, von Rakowen bys Heynntsynn dy vierte bis zu geler Grentzen, darnach
bis an Skoder grentzen, von Skodenn bis zu Kuklenn, von Kuklenn bys zu Thressken
grenitzen, an raynen Wy von alders von unsers ordens brüdernn sein beweiset ann
aker, wesenn, weyden, waldenn, puschen, Brüchern unnd strauchernn, der zu 6 morgen
wesenn bey den gelischen fliss Kagen Heynthin obergelegenn, darzu auch rechte Wesen
mit Schwimenke Lunke unnd wolurs werder unnd myt der kleins pissawoda, unnd ann
merten fischers Wesen begrenst im Gebit Johannispurgk frey erblich Ewiglich zu Magdeburgischen
Recht unnd zu beydenn Konnets zu besitzenn, auch von Sunderlicher Gunst unnd begnadung
erlauben unnd gonnen dem gemeltenn Simon Moelknecht, seynenn rechtenn Erbenn unnd
nachkomelingen bynnen der zweer gutter grentzen bewohnen zumachen doch das unser
bewohner der halben unbeschadiget bleyben unnd unverhindert, darzu verleyhe wir
im auch Unnd seinen Erbenn, Zyns freys Weher zu seinenn nutz auffen Johannispurgkschen
Flis morgenn Haldenn Under unsern wallenn, welche wir oder ein Pfleger ge brauchen
auch von Sonderlicher begnadung verleyhe wir im seynen Rechten Erbenn unnd nachkomelingen
dy gerichte beyde gross unnd klein bynnen den gemeltenn gutternn grennitzenn alleyne
uber yre leuthe Strassen gericht ausgenommen, das wir unsers ordens Herlichkeit
zu Richtenn behaldenn. Umb welcher unser Begnadygung soll der gemelte Symon moelknecht
seyne Erbenn unnd nachkomelingen Uns unnd unserenn Ordenn verpflicht sein zu thun
zwenn tuchtige dinst myt Hengst unnd Harnisch nach dieser Lands gewonheit Zu allenn
geschreyen, Herfarten. Landwerenn unnd Reyssenn, wann wy dike unnd wohynn sy von
un sers Ordens Brüdern werdenn geheyssenn, darzu Sollenn sy Jar jarlichen auff martini
des heyligen Bischoffs tage von itzlichen Dinste unserem Haus Johannispurgk verpflicht
sein zu gebenn Zyns, ein Krompfunth Wachs unnd eynen Kolnischenn pfennig zu bekentnis
der Herschaft, oder an der stadt vünf preuschist pfennige, War ist auch zache das
dy Gemelten Hubenn hirnachmals werdenn gemessenn unnd weniger oder mehr gefundenn,
Soll unsser orden nicht verpflicht sein zu yrfüllenn, Sünder was an der Obermass
würde gefunden, soll Symohn unnd seyne Erbenn vor sich behalden, genissenn unnd
dy Gutter gebrauchen, um alle verhyndernisse, wy man myt menschen list erdenken
mocht, des zu Ewiger Sicherheit unnd für deren bekentnis der warheit habenn Wir
Unsers ampts Insygell unden an diezenn briev lassenn hangenn, der geben ist auff
unsers ordens Hauss zu Johannispurgk am dinstag nach petri und pauli der heyligenn
Apostelenn, nach christi geburth thausent vierhunderth und ym vünff und neuenzigsten
Jare.
(Dieses war am 30. Juni 1495)
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Quellen:
GStA PK XX HA Berlin Ostpr. Fol. 125 f342/343;
Chronik des Dorfes Gutten J, Waltraud und Heinrich Timmann,
Selbstverlag 1989, Seite 21-22, 28
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weitere Informationen:
Reproduktion der 4-seitigen Handfeste in
Chronik des Dorfes Gutten J, Waltraud und Heinrich Timmann, 1989, Seite 24-27
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